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VG Fassade

Untersuchung der Einsparpotenziale durch den Einsatz von Vakuumglas in Glasfassaden und Entwicklung eines optimierten Tragsystems für dieses Einsatzgebiet.

Schnelle Fakten

  • Organisationseinheit

  • Kategorie

    Bundesprojekt

  • Fördergeber

    Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

  • Förderprogramm

    Forschungsinitiative ZukunftBAU

  • Laufzeit

Über das Projekt

Angesichts der Energiewende und der energiepolitischen Ziele der Bundesregierung kommt der energetischen Gebäudesanierung und -optimierung eine zentrale Bedeutung zu. In den vergangenen Jahren wurden die zulässigen Transmissionswärmeverluste über die Gebäudehülle immer schärfer begrenzt, zuletzt durch die EnEV 2014 und die Novelle von 2016.

Die thermischen Schwachpunkte einer Fassade sind hierbei nach wie vor ihre transparenten Anteile - hier liegen enorme Einsparpotenziale, wie die Einführung immer weiter optimierter Mehrfach-Wärmedämmverglasungen zeigt: In evolutionärer Entwicklung führte hier der Weg von Einfach- über Doppel- bis hin zu Drei- bzw. Mehrfachverglasungen mit optimierten Füllgasen, Beschichtungen und Funktionsfolien. Ganz im Gegensatz hierzu stellt Vakuumglas eine gänzlich revolutionäre Neuerung in der Glastechnologie dar: Mit nur zwei dünnen Scheiben und einem minimalen Scheibenzwischenraum erreichen diese Systeme Ug-Werte, die denen von Mehrfachisolierverglasungen überlegen sind.

In Doppel- und Dreifachverglasungen ausgeführte Ganzglas-Fassadensysteme (z.B. Structural-Glazing, Pfosten-Riegel, etc.) stellen durch das teils immense Gewicht der Verglasung hohe Anforderungen an die Unterkonstruktion. Transport und Montage der schweren Verglasungen erfordern den Einsatz von viel grauer Energie und sind oft nur noch maschinell möglich. Die Verglasungen sind überdies durch ihr hohes Gewicht schon bei Einbau und Transport anfällig gegen Beschädigungen. Dies kann den Bau solcher Konstruktionen kosten- und ressourcenineffizient machen. Mit Vakuumglas der neuesten Generation kann ein besserer Wärmeschutz (Ug-Werte von 0,3 W/m2K) bei wesentlich geringeren Systemgewichten und damit verbundenem reduziertem Aufwand und Lasteintrag ins Gebäude erreicht werden. Dies erlaubt prinzipiell ihren Einsatz mit wesentlich schlankerer Unterkonstruktion.

Ziel des Forschungsvorhabens VG-FASSADE ist daher zunächst eine Evaluation, welche Einsparpotenziale der Austausch konventioneller und insbesondere älterer Mehrfachverglasungen in Ganzglas-Fassadensystemen durch Vakuumglas birgt. Im Anschluss soll mit dem Industriepartner eine Profilverifizierung durchgeführt werden: Ist ein Ausrüsten bzw. Aufrüsten der bereits vorhandenen Fassadensysteme für Doppelverglasungen - ggf. mit geringen Änderungen - mit dem wesentlich besser dämmenden Vakuumglas möglich? 

Hierbei sind die unterschiedlichen thermischen und mechanischen Eigenschaften von Vakuumglas und konventionellen Mehrfachverglasungen konstruktiv zu berücksichtigen und anschließend zu prüfen. Dies sind insbesondere die Dauerhaftigkeit von Systemen mit Vakuumverglasung sowie der Randverbund des Vakuumglases als potenzielle Wärmebrücke mit der Gefahr eines verstärkten Tauwasseranfalls in diesem Bereich.

Antragsteller/in:
Fachhochschule Dortmund
Sonnenstr. 96
44139 Dortmund

Federführende/r Forscher/in (alternativ Sprecher/in):
Fachbereich Architektur

Projektleiter:
Prof. Armin D. Rogall / V-Prof. Luis Ocanto

Fachbetreuer/in im BBSR:
Michael Brueggemann 

Kontakt & Team

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