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Dr. Olaf Gisbertz

Schnelle Fakten

Zur Person

Olaf Gisbertz

ist Gründungsvorsitzender des Netzwerks Braunschweiger Schule, Initiative zur Pflege der Nachkriegsmoderne und des Architekturdiskurses e.V., war Organisator verschiedener Diskussionsveranstaltungen zur Nachkriegsmoderne, der interdisziplinären Tagungen »Nachkriegs­moderne kontrovers« (7/2010), »Nachkriegsmoderne kontrovers 2.0« (11/2011) und »Bauen für die Massenkultur« (11/2013), konzeptionell auch Impulsgeber für publikumswirksame Strategien der Architekturvermittlung: »Blickpunkt Moderne. Architektur in Augsburg 1960-1980« (2015/16) und »Achtung modern! Architektur 1960-1970 im Braunschweiger Land« (4-7/2013/2014/2018-22).

Zuletzt war Gisbertz federführend in der Initiative zu einem DFG-»Netzwerk zur Bauforschung für jüngere Baubestände« (NBJB 1945+), das sich bis Herbst 2022 mit Fragen der historischen Baudokumentation und -analyse jüngerer Gebäudebestände befasst (www.nbjb1945.de (Öffnet in einem neuen Tab) ).

Olaf Gisbertz ist 2017 vom Bund Deutscher Architektinnen und Architekten zum außerordentlichen Mitglied berufen worden, ist Mitglied in zahlreichen Vereinigungen der Denkmalpflege und Baukultur (ICOMOS, Docomomo, AK Theorie und Lehre in der Denkmalpflege, ständiger Gast im Deutschen Städtetag, AG "Kommunale Denkmalpflege"), im Netzwerk Baukultur Niedersachsen und hier Gründungsmitglied im ›Arbeitskreis 1960+‹. Zudem hat er sich 2015/16 an der TU Braunschweig mit der Schrift »Reflexion und Transformation. Erhalten und Weiterbauen der (Nachkriegs-) Moderne« für das Lehrgebiet »Baugeschichte und Denkmalpflege« habilitiert und vertritt seit Wintersemester 2017/18 die Professur »Geschichte und Theorie von Architektur und Stadt« an der FH Dortmund, University of Applied Studies and Arts.

Seit 2014 leitet Olaf Gisbertz außerdem das Zentrum Bauforschung + Kommunikation + Denkmalpflege in der Innovationsgesellschaft der Technischen Universität Braunschweig mbH (www.itubs.de (Öffnet in einem neuen Tab) ).

Weitere Informationen unter www.olaf-gisbertz.de (Öffnet in einem neuen Tab) 

Forschung

Projekte I

Das Forum Bauforschung Moderne richtet sich an verschiedene Akteure aus Forschung und Wirtschaft, aber vor allem auch an die Studierenden der Architektur an der FH Dortmund. Das Forum führt an gegenwärtige und zukünftige Methoden der Bauforschung beim Bauen im Bestand der Moderne heran und ermöglicht den Studierenden einen partizipativen Dialog mit einem Expertenkreis über Fragestellungen neuester Technologien der Erfassung und Bewertung breiter Gebäudebestände.

Laufzeit: 01.03.2019–28.02.2020/01.06.2021

Projektförderung: "Hochschulinterne Lehrförderung" (HiLF)

Programm 23.-25.05.2019, FH Dortmund

Projekt II

Leitbauten der Nachkriegsmoderne  – Das Audimax der TU Braunschweig – Erhaltung und Revitalisierung, 

Online-Führung und anschließende Diskussionsrunde, mit Markus Loschinsky, Krekeler Architekten Generalplaner GmbH Berthold Burkhardt, Prof. i.R., TU Braunschweig / ICOMOS im Gespräch mit Olaf Gisbertz und Sebastian Hoyer, beide DFG-Netzwerk Bauforschung Jüngere Baubestände,

in Kooperation mit dem Institut für Bauwerkserhaltung und Tragwerk der TU Braunschweig (IB) und dem interdisziplinären Lehrformat "Bauen im Bestand – Theorie und Praxis", WS 2020/21.

Zum Mitschnitt der Veranstaltung: https://www.youtube.com/watch?v=UzKOXt_R9qY 

Vorträge

01.10.21 
Giganten am Meer! Monuments for future? – Das Meerwasserwellenbad von Arne Jacobsen und Otto Weitling auf Fehmarn 1972. Im Rahmen der Tagung »Avantgarde oder uncool«, Sek. »Friday for Monuments« Denkmalpflege als Avantgarde der Klimaschutzbewegung?, Jahrestagung AK Theorie und Lehre der Denkmalpflege, ETH Zürich

11.02.2021
Leitbauten der Nachkriegsmoderne  – Das Audimax der TU Braunschweig – Erhaltung und Revitalisierung, Online-Führung und anschließende Diskussionsrunde, mit

Markus Loschinsky, Krekeler Architekten Generalplaner GmbH
Berthold Burkhardt, Prof. i.R., TU Braunschweig / ICOMOS
im Gespräch mit Olaf Gisbertz und Sebastian Hoyer, beide DFG-Netzwerk Bauforschung Jüngere Baubestände,in Kooperation mit dem Institut für Bauwerkserhaltung und Tragwerk der TU Braunschweig (IB) und dem interdisziplinären Lehrformat "Bauen im Bestand – Theorie und Praxis", WS 2020/21.

Zum Mitschnitt der Veranstaltung: https://www.youtube.com/watch?v=UzKOXt_R9qY

30.10.2020 Kultur für alle. „Stadthalle“ und „Kulturhaus“ im Systemvergleich. BRD/DDR (en./dt.) im Rahmen der Internationalen EAHN-Tagung „COLDWARarchitecture“,Uni Stuttgart (abgesagt)

– Corona-Break –

06.03.2020
DFG-Network NBJB1945+/ www.nbjb1945.de From Research to Praxis. 17. DOCOMOMO Conference. Modern Movement and digital Challenges.  Documentation and conservation of buildings, sites and neighbourhoods of the modern movement”. Berlin, Akademie der Künste, 4.30 p.m.

05.03.2020
"Mühlenpfordt – Neue Zeitkunst". Auf Einladung des Vereins für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde, Lübeck, Stadtarchiv, 18.00 Uhr

31.01.2020
Vom Handwerk zur Technik. Carl Mühlenpfordt in Braunschweig. Im Rahmen des Architektursymposiums der TH Lübeck, anlässlich der Ausstellung "Mühlenpfordt – Neue Zeitkunst" im Behnhaus/Drägerhaus, Lübeck, 16.01.-15.03.2020

16.01.2020
Ideen für die Stadt – Bauen im Welterbe – Anlässlich der Vernissage "Mühlenpfordt  Neue Zeitkunst" , Behnhaus/Drägerhaus, Lübeck, 18.00 Uhr

25.-27.09.2019
„Kistenmacher im Büßerhemd“ – Architekturkritik als Gradmesser des gesellschaftlichen Wertewandels zwischen Moderne und Postmoderne. WerteWandel – Prozesse, Strategien und Konflikte in der gebauten Umwelt Querschnittskolloquium des DFG-Graduiertenkollegs „Kulturelle und technische Werte historischer Bauten“, TU Cottbus

25.09.2019, 18.00 Uhr
Erhalten und Weiterbauen der Nachkriegsmoderne: Zwischen Bild- und Substanzerhalt. Eröffnungs- und Abendvortrag zum 38. Jahrestagung der Arbeitsgruppe Kommunale Denkmalpflege des Deutschen Städtetages vom 25.-27. September 2019 in Frankfurt am Main, Moderation: Svenja Schrickel, Düsseldorf, Vorsitzende der AG Kommunale Denkmalpflege des Deutschen Städtetages, Stadt Frankfurt, Dezernat IV Planen und Wohnen, Kurt-Schumacher-Straße 10, 2. OG, Ernst-May-Saal

03.07.2019, 18.15 Uhr
Agora – Forum – Campus. Gebaute Bildungsreformen vermitteln.  Auf Einladung des Forums Musealisierung in der Reihe "Campus museumsreif? – Universitätswelten ausstellen", Universität Augsburg, Gebäude D, Raum 2126 

27.05.2019,
Neues Bauen ohne das Bauhaus? – Pflegefälle in Stadt und Land, Eröffnungsvortrag im Rahmen der Jahrestagung 2019 auf Einladung des  Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Museum Sachsen-Anhalt vom 26.-29. Mai 2019, Halle a. d. Saale, Programmübersicht

24.05.2019, 10.10. Uhr
Bauforschung 4.0?, im Rahmen des Forums Bauforschung Moderne, FH Dortmund, Emil-Figge-Straße 40, Programmflyer

19.03.2019, 19.00 Uhr
Marke und Mythos – Braunschweiger Schule. Im Rahmen der Ausstellung "BRUTAL MODERN – Bauen und Leben in den 60er und 70er Jahren. Braunschweigisches Landesmuseum, 13.10.18-31.03.19, Burgplatz 1, 38100 Braunschweig

31.01.-02.02.2019
Neues Bauen oder moderate Moderne? – Johannes Göderitz als Architekt. Im Rahmen der Internationalen Tagung: Die Multiple Moderne. Universität Innsbruck Forschungsinstitut Archiv für Baukunst

20.01.2019, 14.00 Uhr Mühlenpfordt – Neue Zeitkunst. Kuratorenführung zur Finissage der Ausstellung im Städtischen Museum der Stadt Braunschweig, Steintorwall 14, 38100 Braunschweig

10.01.–12.01.2019 
Kunstgeschichte und Architekturausbildung. Zur Hochschullehre an der TH/TU Braunschweig 1897–1980.Im Rahmen der Tagung "Kunstgeschichte an Polytechnischen Instituten, Technischen Hochschulen, Technischen Universitäten – GESCHICHTE, POSITIONEN, PERSPEKTIVEN" der Technischen Universität Wien, Institut für Kunstgeschichte, Bauforschung und Denkmalpflege

Lehre

Architekturgeschichte, Architekturtheorie, Historische Bauforschung und Denkmalpflege sind als integrale Fächer des Architekturstudiums zu verstehen. Sie dienen der Vernetzung unterschiedlicher Wissensfelder zur Erfassung, Analyse und Bewertung unserer gebauten Umwelt. Sie bereichern das Architekturstudium um das notwendige Element der Reflexion und setzen ein kreatives Potenzial für zukünftige Denkmodelle in Architektur und Städtebau frei.

Aufgabe des Faches ist es, die Studierenden mit Blick auf die Bauprozesse der Vergangenheit für die Belange der Architektur heute zu sensibilisieren. Ziel ist es, die Kritik- und Reflexionsfähigkeit der Studierenden für Fragen der Baukultur zu fördern und ihre Teamfähigkeit herauszubilden. Eine nachhaltig wirkende Wissensaneignung und - vermittlung erfolgt unter aktiver Beteiligung der Studierenden an den laufenden Forschungsprojekten durch ein „Forschendes Lernen und lernendes Forschen“.

Die Wechselverhältnisse zwischen Theorie und Praxis definieren dabei den grundsätzlichen Anspruch an Forschung und Lehre, den interdisziplinären Austausch zu fördern und als grundlegend für das wissenschaftliche Selbstverständnis im Fach Architektur zu begreifen. Obligatorisch sind Kooperationen mit Forschungseinrichtungen inner- und außerhalb der Hochschule, regelmäßige Fortbildungen in Bereich der Hochschuldidaktik als auch die aktive Drittmittelakquisition für anspruchsvolle Grundlagenforschung.

Vorlesung Baugeschichte 1 + Übung

Das Modul „Baugeschichte I“ gliedert sich in eine Vorlesung und eine begleitende Übung. Die Vorlesung vermittelt elementare Grundlagen und das Überblickswissen der Bau- und Stadtbaugeschichte von den frühen Hochkulturen bis in das 21. Jahrhundert. Anhand exemplarischer Bauten befasst sie sich mit den historischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, den technischen und konstruktiven Voraussetzungen sowie den grundlegenden Begriffen des Faches.

Im Mittelpunkt stehen dabei sowohl Methoden und Ziele der Bau- und Stadtbaugeschichte als auch die konstitutiven Faktoren des Bauens im historischen Entwurfsprozess. Flankierend werden so Einblicke in aktuelle Fragestellungen der historischer Bauforschung, Architekturtheorie und Denkmalpflege gegeben.

Im Rahmen der begleitenden Übung geht es dagegen um die selbstständige Auseinandersetzung mit historischen Bauwerken und methodischen Fragestellungen. Dabei werden bedeutsame Bauwerke oder Fragen der Baugeschichte in kurzen Referaten erörtert. Die Referate bilden jeweils den Ausgangspunkt für die gemeinsame Diskussion im Seminargespräch. Anschließend sollen die Referatsthemen in Form einer schriftlichen Hausarbeit ausgearbeitet werden. Bei der Vorbereitung von Referat und Hausarbeit lernen die Studierenden die Methoden wissenschaftlichen Arbeitens kennen und gezielt einzusetzen.

Vorlesung Baugeschichte 2 + Übung

Das Modul „Baugeschichte II“ gliedert sich in eine Vorlesung und eine begleitende Übung. Die Vorlesung widmet sich der vertiefenden Auseinandersetzung mit der Bau- und Stadtbaugeschichte des 19. bis 21. Jahrhunderts.

Im diachronen Querschnitt werden die konstitutiven Faktoren des Bauens im historischen Entwurfsprozess besprochen. Ausgehend von Grundbegriffen architektonischen Denkens zeichnet die Vorlesung ein lebendiges Bild der Architekturgeschichte im Spannungsfeld ihrer kultur- und technikgeschichtlichen Kontexte. Hinzu kommen sozialgeschichtliche und politische Fragestellungen, um die gesellschaftliche Bedeutung von Architektur und gestalteter Umwelt unter folgenden Gesichtspunkten zu reflektieren:

Echt und unecht
Herkunft und Handwerk
Macht und Monument
Maß und Ordnung
Material und Konstruktion
Ort und Identität 
Körper und Raum
Ornament und Stil
Typ und Typologie
Form und Zweck
Licht und Farbe
Bild und Zeichen
Tradition und Moderne
Wandel und Kontinuität
Im- und Export
...

Im Rahmen der begleitenden Übung geht es dagegen um die selbstständige Auseinandersetzung mit prägenden Phänomenen der Moderne in Architektur und Städtebau. Dabei werden bedeutsame Bauwerke und Bautypologien oder theoretische Denkmodelle des Entwerfens in historischer Perspektive in kurzen Referaten erörtert. Dabei kommen auch Besonderheiten der regionalen Architektur zur Sprache.

MA Ressource: Modul Wiss. Arbeiten

Architekten und Stadtplaner müssen sich heute zunehmend mit bereits bestehenden, vielfach komplexen Baubeständen auseinandersetzen. Grundlage für einen sachgerechten Umgang mit dem Bestand und die Entwicklung geeigneter Erhaltungs- oder Umbaustrategien ist ein möglichst tiefgreifendes Verständnis für gebaute Raumstrukturen, ihrer künstlerischen wie konstruktiven Besonderheiten, nicht zuletzt aber auch deren adäquate Einordnung in größere baukulturelle Zusammenhänge:

Das tatsächliche Potenzial des bereits Gebauten als Ressource für die Zukunft erschließt sich erst vor dem Hintergrund vielfältiger Kontexte seiner Entstehung, Geschichte und Nutzung. Auf dieser Grundlage können sogar architektonische „Erblasten“ neu entdeckt und für die Stadt zurückgewonnen werden.

Die Veranstaltung befasst sich mit Kernfragen zur Erschließung und Bewertung gebauter Gebäudebestände. In einzelnen ganztägigen Workshops werden die Begriffe nachhaltigen Bauens auf einer theoretischen Ebene anhand von Quellentexten der Denkmalpflege und beispielgebenden Bauwerken in Kleingruppen diskutiert. Ziel ist es, unter den Bewertungsmaßstäben der Ressourcennutzung grundlegende Strategien für den gebauten Bestand zu erarbeiten und medial für eine Dokumentation der Semesterergebnisse zu visualisieren. 

Dabei spielen Aspekte von Nachhaltigkeitspotenzialen gebauter Architektur eine besondere Rolle:

Erhalten, Umbau, Intervention, Transformation, Reparatur, Suffizienz ...

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